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Von Dorschen, Meerforellen und Lachsen

26. Feb 2019 | Geschrieben von S.Weide | Kategorie: Hauptnews, Highlights

Hallo liebe Trollingfreunde

Am vorletzten Wochenende war ich mal wieder mit meinen Freunden Gerd Huthwelker und Horst Schmiedel, zum Trolling in Warnemünde unterwegs.
5 Tage fischten wir dort vor Ort und die Meerforelle war unser Zielfisch, denn in den vergangenen Wochen war das Wasser  durch den letzten heftigen Sturm und die sich seitdem kaum beruhigende See so trübe, dass es nur Dorsche gab.
In diesen 5 Tagen war es trotz klarem Wasser, wieder sehr schwer, eine Forelle ans Band zu bekommen. Irgendwie sind kaum Forellen vor Ort gewesen, auch andere Boote waren nicht ganz so erfolgreich.
Die Spekulationen gehen von:
„Sie sind abgehauen bis hin zu, sie sind im Sommer verendet, da sie nicht in die Flüsse aufsteigen konnten oder diese zu wenig Wasser trugen.
Dennoch konnten wir eine von über 70cm überlisten – sie biss am Brettchen auf einen mit 25g vorgebleiten Nasty Boy von Danish Lures, in der Farbe Clown-Kupfer.

 

Allerdings waren wir beim Fang von Dorschen ganz weit vorne, denn täglich konnten wir diverse Dorsche zwischen 50cm und 70cm landen.
Wenn ihr zwei es heute schafft, unser Baglimit von 21 Dorschen zu erfüllen, dann werde ich alle Fische filetieren, dass waren die Worte unseres Skippers und Fänger der schönen Forelle – Gerd Huthwelker.
Was er nicht bedacht hatte, dass wird den absoluten Dorschkiller an Bord hatten und davon mehr als nur einen.
Gemeint ist der Wobbler „Reef Runner“ in der Farbe „gelb/grün“ oder „Dr. Dreadfull“, absolute Dorschkiller, dem kaum einer widerstehen kann.

Von daher ist auch der Bootsname der AMT 215-Pilothouse Pro Fishing – „Reef Runner“, nachvollziehbar.

Das Ende vom Lied war, Gerd durfte frühzeitig unsere Dorsche filetieren und zum Vakuumieren vorbereiten.
Für so gründliche Arbeit hat er natürlich auch Filets zum Essen abbekommen. 😉
 

Montagabend wieder zu Hause angekommen, hieß es schnell zu Bett, denn Dienstags rief die Arbeit.
Am Abend klingelte das Telefon und ich wusste sofort was kommt, der Wetterbericht sagte für das Wochenende nämlich wenig Wind vor Rügen voraus.
Also kurzfristig mit den Arbeitskollegen gesprochen und Freitag frei genommen.
Freitagmorgen ab nach Warnemünde, wo K&K-Autor, Svenn Hille, schon wartete, denn ich musste vorher noch kurz den Trailer holen.
Ratz-Fatz ging es und die „Reef Runner“ war auf dem Trailer und abfahrbereit nach Rügen, wo Gerd, Horst und ich sie gegen 16:00Uhr wieder ins Wasser slippten.
Samstagmorgen ging es gegen 7:00Uhr, mit dem Sonnenaufgang aus dem Hafen von Glowe, Richtung Nordnordost, zumindest östlich vom „Fischkasten“, denn dort standen zuletzt die Lachse, wenn denn überhaupt welche gefangen wurden.
      

Den ganzen Tag haben wir geschleppt und versucht, nur einen einzigen Lachs zu fangen, aber keiner wollte beißen.
Mittlerweile war es kurz nach 16:00Uhr und ein letzter Köderwechsel, also ein letzter Versuch sollte eingeleutet werden, quasi „the last try“. 
Kurz nach 17:00Uhr kreischte eine unserer Bremsen auf.
Nach kurzem Drill konnten wir einen schönen 80er Speiselachs landen und das witzige daran ist der Name des Köders, denn es war ein Rhino Lax-Spoon in der Größe L und der Farbe“Last Try“ – somit war der Tag gerettet und die Stimmung sehr gut, als wir im Sonnenuntergang über dem „Kap Arkona“ die Heimreise angetreten haben.
 

Sonntagmorgen ging es bereits um 6:30Uhr aus dem Hafen, denn der frühe Vogel fängt den Wurm. Schon früh hieß es „Fish-on“, kurz darauf hieß es „Doublehook“, 2 unserer 4 Downriggerruten hatten ausgelöst und die Bremsen kreischten. Das schöne, mein Freund Jens Wöbke war mit an Bord und löste die Weihnachtsüberraschung von seiner Frau Heike ein, er hatte sich schon immer gewünscht mit  zum Lachstrolling zu fahren und dabei auch gleich einen zu fangen, was will man mehr.
  

Beide Fische bissen bei ca. 15m auf einen Rhino Mag L in der Farbe – Black Golden Angel und auf einen Hybriden von Danish Lures in der Farbe Glow-Clown.
Jetzt hatten Horst, Gerd und Jens bereits einen gedrillt, also war ich an der Reihe und es war wieder warten angesagt.
Wie sagte mein früherer Skipper, Frerk Petersen, immer:
„Trolling ist die spannendste Form von “ oder zumindest so ähnlich.
Irgendwie hat er ja recht und zudem hatten wir bereits 2 Fische im Boot, von daher war der Tag schon mehr als gut gelaufen, aber ich wollte auch so gerne einen haben.
Von daher musste das Setup, demütig neu gesetzt werden und es kamen meine alten und neuen Lieblingsköder von der Ersatzbank auf das Spielfeld.
Da wären zum Einen der Rhino Freddi Flutter in den Farben Lollipop, Copper Rainbow Trout – der Rhino Mag/Lax in den Farben Black Golden Angel, Copper Fire Angel, Copper Master Hering, Master Hering und natürlich Rügen Spezial.
Bei den Ködern setzten wir stark auf die „L“ Größen, denn nicht nur unsere Fische, sondern auch die von anderen, befreundeten Anglern, hatten Sprotten und keine Heringe im Magen, daher die kleineren Köder.
Es dauerte gefühlt eine Ewigkeit, in Wirklichkeit aber max. eine Stunde – es war nocht nicht einmal 11:00Uhr und die Bremse der inneren Brettchenrute mit dem 70g Rhino-Paravan als Vorblei, fing an zu kreischen.
Horst und ich schauten uns an, während der Lachs erstmal Schnur nahm, 2 Mal aus dem Wasser sprang, fingen wir erfreut aber hoch konzentriert an zu singen:
„Lollipop, Lollipop ullalelalelale Lollipop, burumbumbum ……..“
Wir beide wussten, es war wieder mal der  absolute Lieblingsköder von meinem Teamkollegen Freddy Scheel und mir,  der Rhino Freddy Flutter in der Farbe Lollipop, hier in der Größe L – Bäääämmmm!!!!
Nach dem Messen brachte das, doch sehr böse Mädchen, stolze 93cm auf die Messlatte – maßig, würde ich sagen.

Hier mal ein mit einem Brandungsclip „gepimpter“ Freddi Flutter in der Farbe Copper Rainbow Trout!

Meerforellenseiten mit unterschiedlichen Gewürzen gebeizt, dazu eine leckere Honig-Senf-Dill-Sauce, natürlich alles selbstgemacht – ein Traum und da weiß man erst, den edlen selbst gefangenen Fisch zu schätzen.
Ich denke, so wird auch die ein oder andere Lachsseite enden evtl. sogar noch im anschließenden Kaltrauch.
Die dickeren Stücke der 93cm Dame werden auf jeden Fall im heißen Buchenrauch landen und warm verzehrt werden – meine Freunde werden sicher schon für den Tag anfangen zu hungern. 😉

 

tight lines

Sven Weide

Tags: Arctic Sea Team News

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