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    Rezept: Heringe fangen & zubereiten

    Unsere Herings-Rezept

    Da sich unsere Jungs jetzt aus Norwegen abgemeldet haben, möchte ich die Zeit überbrücken und euch einmal zeigen, wie wir die zuletzt in der Schlei gefangenen Heringe zubereiten.

    Früher galt der Hering als „Arme-Leute-Essen“ und in Arbeitsverträgen stand teilweise geschrieben, dass es max. 2-3 Mal in der Woche Heringe oder Anderorts auch Stint zu essen geben darf, denn es gab diese Fische im Überfluss und sie wurden auf Äckern teilweise als Dünger untergepflügt. Heute gehören beide Fischarten zu den Delikatessen und die Restaurants lassen sie sich sehr gut bezahlen. Leider muss man aber auch sagen, dass der Bestand an Heringen in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist, was bestimmt auch Maßnahmen bzw. Fangbegrenzungen der Behörden nach sich ziehen wird.

    Jetzt aber dazu, wie ich die Heringe zubereite:

    1. Man kann die Heringe ausnehmen und im Ganzen, oder wie ich es gerne mag, als Filet vom Fisch ablösen – Der Vorteil ist, dass ich die Fische nicht vorher ausnehmen muss.
    2. Die Filets sollten vor dem Braten mindestens einen Tag im Kühlschrank ruhen, dann werden sie von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer gewürzt und leicht mit Mehl bestäubt.
    3. In einer mit Butterschmalz eingefetteten Pfanne werden die Fische ca. 3 Minuten von jeder Seite goldgelb angebraten, anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.
    4. In der Zwischenzeit wird der Sud vorbereitet und mit den Gewürzen aufgeköchelt. Hierfür gibt es im Fachhandel die unterschiedlichsten Gewürzmischungen und Rezepte – jeder so, wie er es mag. Mein Rezept könnt ihr weiter unten lesen.
    5. Die gebratenen Heringe werden dann in ein Behältnis geschichtet, wobei jede Schicht mit „reichlich“ Zwiebelringen abgedeckt wird. Der noch heiße Sud wird über die Heringe gegossen, bis diese ganz bedeckt sind. Das Ganze muss dann im Kühlschrank ca. 4 Tage durchziehen.

    Zutaten für ca. 1,5 Liter Sud, reicht für 8-10 ganze Heringe:

    700ml Brantweinessig
    700ml Wasser
    1 Teelöffel Salz
    4 Esslöffel Zucker
    1 Esslöfffel Wacholder Beeren
    1 Teelöffel Pfefferkörner
    1 Esslöffel Senfkörner

    Zu Bratheringen passen am Besten frische Bratkartoffeln! Guten Appetit

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