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Eiskalte Lachsfänge vor Rügen

12. Feb 2018 | Geschrieben von S.Weide | Kategorie: Bootsfischen, Companynews, Hauptnews, Highlights

Hallo Leute

Nachts -6°C, Tagsüber max. 0,0°C, der Wind weht mit 2-4Bft. aus südlichen Richtungen, also alles andere als gemütlich, aber die Lachse beißen!
Viele Angler bleiben zu dieser Jahreszeit bzw. bei diesen Temperaturen vor dem warmen Ofen sitzen, doch wir haben uns zum Lachsfischen vor Rügen aufgemacht.

Der Plan war, dass wir am vergangenen Mittwoch die „Yellowfinn“ von meinem Freund Gerd Huthwelker nach Schaprode auf Rügen verlegen, denn am Donnerstag wollten wir auf Lachs fischen.
Aber es kam die Nachricht: „Die Slippanlage und auch der Bodden sind bereits zugefroren“.
Das bedeutet, wir können das Boot zwar per Kran ins freie Wasser im Hafen bekommen, nur kommen wir nicht durch das Eis auf die offene Ostsee – einfach zu riskant und zu gefährlich, aber was nun?
Wer Gerd kennt weiß, dass er immer einen „Plan B“ und manchmal auch total verrückte Ideen hat.
Wir fahren nach Glowe und fischen von dort aus, so seine Worte.
Doch da gab es wieder ein Problem, denn in Glowe gibt es aktuell keine Slippanlage, da dort gerade eine Neue gebaut wird, also standen wir wieder oder immer noch vor dem Problem, dass wir wohl nicht zum Fischen kommen würden.
Wenn „Plan B“ nicht zieht, dann zieht „Plan C“ und der sah wie folgt aus:
Das Boot von Recklinghausen nach Sassnitz fahren und dort per Kran ins Wasser bringen und im Anschluss am Königsstuhl vorbei, nach Glowe fahren – echt irre der Mann, aber halt ein verrückter Trollingangler, ein guter Freund und angelbesessener wie ich!
Als ich am Mittwoch Abend nach der Arbeit in der Unterkunft eintraf, wurde ich nur gefragt, wo ich denn bleibe?
Horst Schmidl und Gerd hatten Hunger von der Tagesaktion und wollten endlich essen gehen, also Abmarsch.

Donnerstag morgen, wir verließen bei strahlendem Sonnenschein, 2-3Bft. aus Südost und -2°C den Hafen von Glowe in Richtung Fanggebiet. Ziel sollte die südliche Seite des Verkehrstrennungsbebietes (VTG) sein, doch kurzfristig entschieden wir uns um und fingen auf Höhe der „Doppelwracks“ (markantes Wrackpaar auf der Seekarte – in Trollingkreisen bekannt) an zu fischen.
Bei dem Wetter war für uns sofort klar, welche Köder ins Wasser kommen, nur war das den Lachsen noch nicht klar, aber warum nicht? Die Echolotbilder zeigten uns schöne Köderfischschwärme und auch versprengte Schwärme, also waren da Jäger unterwegs.

Um genau 12:25 Uhr kreischte die Bremse der äußeren Brettchenrute, die mit 45g vorbebleit war.
Komisch nur, dass mein Arctic-Sea-Teamkollege „Freddy Scheel“, mir genau das vorhergesagt hatte und auch der Köder passte, der „Rhino – Freddi Flutter XL in der Farbe Lollipop“.

Ich hatte das Glück, stand gerade an der Rute und konnte somit unseren ersten Lachsdrill in 2018 annehmen.
Oh, der war böse, zog mir im ersten Run gleich mal 50-60m von der Rolle und ich konnte nichts dagegen tun, doch dann blieb er stehen und der Drill konnte beginnen. Nach diversen Minuten konnte ich den 1,03m Lachs über den Kescher führen und Gerd ihn perfekt einlöffeln.

Somit war der Tag für uns schon gelaufen, denn wir hatten einen Lachs im Boot, was in den vergangenen Jahren nicht mehr zum alltäglichen Fischen vor Rügen dazugehört, denn die Fangzahlen sind bekanntlich in den letzten Jahren deutlich, aber immer noch mit guten Fangaussichten zurückgegangen.
Plötzlich springt Horst an die Riggerrute und nimmt den Fisch an, der sich den „Rhino – Flasher mit Softfish Lure in der Farbe Black Shiner“ in einer Tiefe von 25m genommen hatte.

Oh, der war aber noch viel böser als der erste Lachs und schon löste die auf 17m gestackerte (2. Rute in das Seil gestackert – gesetzt/geklemmt) Downriggerrute aus, die ich sofort in die Hände nahm und den 88cm Lachs relativ schnell landen konnte, denn Horst war immer noch am Drillen.
Übrigens biss der Lachs auf einen „Rhino – Lax Spoon L in der Farbe Old Witch“.
Nach guten 20min. Drill, konnte Gerd auch den Fisch vom Horst einlöffeln und dieser brachte satte 1,11m auf dem Maßband – lang aber auch sehr schlank der Kamerad – trotzdem herzlichen Glückwunsch!

Zwischenzeitlich genehmigte sich ein gut 30-36cm Lachs den „Rhino – Freddi Flutter in der Farbe Lollipop“, aber in der Größe XXL, also in 19cm Länge – Wahnsinn, dass ein so kleiner Fisch, einen so großen Köder attackiert. In der Hoffnung, dass er in 3-4 Jahren erneut an unsere Köder geht, wurde der Fisch außenbords wieder abgehakt (er war zum Glück gut gehakt) und in seinem Element belassen.
Aber das sollte nicht alles sein, denn den „Flasher“ genehmigte sich noch ein weiterer Lachs von 95cm, somit hatten wir bereits 4 maßige Lachse im Boot und wir waren mega glücklich, zumindest Horst und ich, denn die Fische kamen alle auf unserer Seite und Gerd wurde etwas unruhiger, denn logischerweise haben wir ihn immer wieder aufgezogen.

Wie sagt Gerd immer so schön: „Abwarten Männer, abgerechnet wird zum Schluss!“
Und so sollte es auch sein, als seine mit 70g vorbebleite Brettchenrute abmarschierte war uns sofort klar, dass dies erneut ein Fisch über einen Meter sein würde. Mehrfach kam der Fisch ca. 130m hinter dem Boot aus dem Wasser gesprungen, doch Gerd konnte diesen Fisch gekonnt ausdrillen, nur wollte er uns nicht sagen, welchen Köder er auf dieser Rute fischte, denn den hatte er unbemerkt getauscht.
Nachdem ich den Kescher sauber unter den Fisch bringen und ihn ins Boot ziehen konnte, blitzte uns erneut ein „Rhino – Freddi Flutter in der Farbe Lollipop, aber in der Größe L“ an.
Beim Vermessen und Wiegen brachte der Lachs 1,12m und knappe 15kg auf das Maßband bzw. auf die Waage – Petri.
Wie man sehen kann, hatte Gerd so manche Mühe, den Fisch vor der Kamera zu positionieren und wie waren im Anschluss seine Worte:
„Schluss jetzt, ich pack heute keine Rute mehr an!“ – Komisch, aber vorher wollte er unbedingt auch einen Lachs fangen und schon war er „an der Kante“ und konnte nicht mehr! 😉
Naja, ich habe ihn beim Fotografieren auch ein wenig gequält, aber das gehört bei so einem Fisch halt mit dazu. 😉

Was für ein perfekter Angeltag mit 5 tollen Lachsen – wie früher, so vor 5-6 Jahren, aber definitiv nicht an der Tagesordung.
Wir Trollingangler sollten über jeden Tag froh sein, wo man einen Lachs oder eine Meerforelle im Boot oder sogar nur den Biss hat.

Der Freitag war dann eine Nullnummer!
Da der Wind mit 4Bft. und teilweise noch stärkeren Böen aus Südost wehte, wollten wir an diesem Tag nicht ganz bis zum VTG fahren. Wir setzten etwas nördlich vom Knick (markanter Knick der 40m Linie auf der Seekarte) an und schleppten uns bis zu den Doppelwracks vor, doch trotz perfekten Lachsanzeigen auf dem Echolot, wollten die Fische an diesem Tag nicht beißen.

Dann kam der Samstag und brachte total bedecktes Wetter und teilweise Schneeschauer mit sich, es war mit -4°C barbarisch kalt und auf dem Boot mussten wir erst einmal Salz streuen, so glatt war das Deck glatt gefroren. Zum Glück wehte der Wind nur mit 2-3Bft. erneut aus südöstlicher Richtung.
Da die Strömungskarte die gleichen Daten, wie die Tage zuvor anzeigte, war erneut die südliche Kante des VTG das Ziel.
An diesem Tag konnten wir wieder 3 Lachse von 1,04m, 93cm und 88cm landen und hinzu kam noch eine richtig kräftige Meerforelle von 65cm.
Den ersten Lachs konnten wir relativ frühzeitig fangen, er biss auf einen „Rhino – Flasher mit Softfish Lure in der Farbe Michael Jackson“ in 20m Tiefe.

Danach tat sich eine ganze Zeit gar nichts, bis Gerd von Rhino-Ködern von „Damals“ sprach und wir sie montierten.
Die Rede ist von den „Rhino- Mag L in den Farben Black-Golden-Angel und Coper-Fire-Angel“ (beide nicht UV-aktiv).
Auf beide Köder biss hinter einer Tauchscheibe noch ein Lachs und zudem noch einer am Downrigger auf den „Rhino – Mag L in der Farbe Michael Jackson“, also ein klassischer Tripple-Hook – Wahnsinn.

Gerd hat seinen Lachs leider im Drill verloren, aber dafür waren seine Hände frei und er konnte den Lachs von Horst und mir keschern. Horst hatte wieder richtig zu tun, denn der Drilling saß bei diesem 1,04m Lachs genau im Maulwinkel und somit stellte er sich immer wieder quer und kam nur schlecht über den Kescher, aber Horst blieb ganz cool, sodass der Fisch gelandet werden konnte – Junge, war der böse – Horst war nach dem Drill ganz schön am Zittern.

Zum Schluss gesellte sich zu den 3 Lachsen noch die Meerforelle, die sich den „Rhino – Freddi Flutter L in der Farbe Lollipop“ schnappte.

Jetzt sind wir alle wieder zu Hause und müssen arbeiten, denken aber gerne an die 3 Tage zurück.
Als Fazit kann ich nur sagen, dass wir in 3 Angeltagen 9 Lachse und eine Meerforelle fangen konnten, was uns mehr wie zufrieden stellt, denn mit dem Ergebnis hatten wir nicht annähernd gerechnet. Aber wir scheinen einiges richtig gemacht zu haben und natürlich war das Glück mit auf unserer Seite.
Somit haben sich aber die Mühen mit dem Boot gelohnt.
Trotzdem waren es 3 sehr eisigkalte Angeltage, aber wir hatten viel Spaß und Erfolg an Bord der „Yellowfin“.
Viele halten uns für verrückt, bei dem Wetter ohne Kajüte und ohne Heizung zu angeln bzw. auf die Ostsee zu fahren, aber wir sind hart im Nehmen und haben noch Spaß dabei, auch wenn die Hände mal vor Kälte schmerzen und die Augen tränen!

Zum Schluss noch der schöne Anblick auf das Cap Arkona bei der Heimfahrt nach einem erfolgreichen Angeltag.

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Sven Weide

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6. Bootesanglertreffen „Hand in Hand für einen guten Zweck“ in Warnemünde

15. Jan 2018 | Geschrieben von S.Weide | Kategorie: Companynews, Hauptnews, Highlights

Hallo liebe Bootsangler

Am vergangenen Samstag fand das 6. Bootsanglertreffen „Hand in Hand für einen guten Zweck“ in Warnemünde statt.
Der gute Zweck war die „DGzRS“, bei der wir Bootsangler doch alle hoffen, dass wir sie auf See niemals in Anspruch nehmen müssen uns aber dennoch freuen, dass es die Jungs und Mädels gibt, denn das vermittelt uns doch ein wenig Sicherheit auf See.
Rund 24 Boote und ein Kutter gingen am Samstag Morgen an den Start bzw. standen in den Startlöchern.
Um 7:00Uhr wurde die Veranstaltung durch Stefan Gnefkow und Horst Stark eröffnet, allerdings wurde der Start aus Sicherheitsgründen auf 8:30Uhr verlegt, was meiner Meinung nach auch genau die richtige Entscheidung war.
Der Wind wehte mit guten 4-5Bft. und Böen bis 6Bft. aus Ost-Südöstlicher Richtung, was eine doch erhöhte Welle vermuten lies.
Um 8:00Uhr wurde dann ein erfahrenes Team gebeten, einmal die Lage auf der See zu checken und nach kurzer Zeit kam die Info:
„Es läuft nur eine kleine Welle und es ist fischbar!“
Von daher wurde der Start frei gegeben und alle versuchten die größten Fische zu fangen, denn für die größten Fische der Kategorie Meerforelle, Dorsch und Plattfisch sollte es Erinnerungsgaben geben.

Von daher starteten auch wir mit unserem Skipper Gerd Huthwelker auf seiner „Yellowfin“ in Richtung offene See, denn die Meerforelle sollte das Ziel sein und in diesem Revier kennen wir uns nun einigermaßen aus.
Die Tage zuvor war es wohl durch den Kälteeinbruch doch sehr zäh, eine Meerforelle ans Band zu bekommen, was alle anderen Teilnehmer auch bestätigten.
Von daher waren wir umso glücklicher, als nach ca. 20min. die erste Sideplannerute sich verneigte und die Bremse mehr als deutlich zu hören war.
Boahhhh, war die böse, denn es war sofort klar, dass dies kein Dorsch sein würde, sondern eine stattliche Meerforelle, die auf einen mit 45g vorgebleiten Rhino Lax Spoon in der Farbe „Sandaal“ gebissen hatte.
Die war aber wirklich böse, denn sie marschierte von links nach rechts, bis ich sie für unseren Skipper Gerd, sauber einlöffeln konnte.

Am Abend brachte sie 62cm auf die Messlatte und was uns noch viel mehr freute, es war die Größte der Veranstaltung.
Insgesamt wurden von allen Booten nur 3 Meerforellen gefangen, was zu dieser Jahreszeit doch eher ungewöhnlich ist.

Bei der Abendveranstaltung, nach dem sehr reichhaltigen und guten Büffet, ich sage nur „Kürbissuppe, Pute in Currysoße, Grünkohl mit …, Schnitzel an Champignon-Rahm mit …, div. Salate, Käseplatte, Schokopudding und, und, und, gab es die Bekanntgabe der größten Fische, wo unser Gerd als „Meerforellenkönig 2018“ gekrönt wurde – herzlichen Glückwunsch.

Aber nicht nur unser Gerd war happy, nein, wir waren alle happy, denn solche Ehrungen bekommt immer nur einer übergeben, aber erarbeitet wird sowas immer als Team bzw. als funktionierende Crew und somit durften auch wir uns freuen!
Den größten Dorsch konnte Steve Reuther auf die Planken legen.
Unser Freund, K&K-Autor Dr. Sven Hille brachte es auf den 2. Platz mit seinem Dorsch und Tamo Stiemert könnte mit seinen jungen 12 Jahren den größten Plattfisch landen – auch hier herzlichen Glückwunsch an alle!
Ein guter Bekannter von mir und Angelguide, Lars Vormelker von „balticfishing“, konnte die drittgrößte Meerforelle an diesem Tag ans Band locken.

Die Überschusseinnahmen von über 1000€ werden den „Seenotrettern“ zu Gute kommen!

An dieser Stelle möchte ich mich einmal bei Stefan Gnefkow und Horst Stark für die sehr schöne und gut organisierte Veranstaltung bedanken – Jungs, macht weiter so, klasse Veranstaltung!
Das wir nächstes Jahr wieder dabei sind ist klar, denn der Meerforellenkönig 2018 muss ja dabei sein! 😉

tight lines

Sven Weide

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Top Start in die Meerforellensaison

3. Jan 2018 | Geschrieben von S.Weide | Kategorie: Bootsfischen, Companynews, Hauptnews, Highlights

Hallo Freunde der silbernen Ostseetorpedos

Kurz vor Weihnachten war ich mal wieder mit meinen Freunden Gerd Huthwelker und Horst Schmiedel zum Trolling unterwegs.
Es war unsere erste Tour in dieser Saison, denn so manche Probleme in der Vorbereitung machten einen früheren Start in die Saison nicht möglich.
Horst und Gerd testeten schon 2 Tage zuvor in Damp das Revier an und konnten die ersten Meerforellen der Saison auf die Planken legen.
 

Am dritten Tag und im neuen Revier, konnte ich nun endlich dazu stoßen, denn ich konnte mir in der Firma mal eine Auszeit von 3 Tagen genehmigen.
Am Mittag an der Slippe angekommen, machten mir die Jungs auch schon Feuer unter dem Hintern: „Sieh zu und zieh dich um, wir können noch locker 3 Std. fischen!“
Tja, was soll ich sagen, hatte ich eine andere Wahl – Nein
Also kurz in meinen „Ursuit“ gepellt und ab ging es aufs Wasser.
An den vermeintlichen Fangplätzen angekommen, schauten wir uns alle tief in die Augen, denn wie sollte das Setup aussehen, also welche Köder bringen wir aus – groß, klein, hell, dunkel, UV-aktiv oder auch nicht?
Für mich war klar, der Rhino Lax in den Farben „Furunkel“ und „Sandaal“ sind gesetzt, denn Furunkel „geht immer“ auf Meerforelle und Sandaal ist mein geheimer Joker oder auch das „Ass“ im Ärmel, vor allem, wenn mal gar nichts geht.
Am Ende des Tages sollte ich mit meiner Köderwahl richtig liegen, denn genau diese beiden Köder haben gestochen bzw. auf diese haben die Forellen gebissen und wie man sieht, nicht gerade die Kleinsten, denn 66 und 63 cm können sich schon sehen lassen.

    

In den folgenden Tagen wechselte das Wetter täglich.
Minus 1°C und Wind aus Süd, am nächsten Tag 5°C über dem Gefrierpunkt und Wind aus Nord und am letzten Tag bedeckter Himmel und Nieselregen bei 4°C und wieder Wind aus südlichen Richtungen. Von daher alles Andere als konstante Wetterbedingungen und nicht gerade von Vorteil für uns Meerforellenjunkies.
Aber wie sagte früher immer mein Hauptfeldwebel bei der Bundeswehr: „Leben in und mit der Lage“, also das Beste daraus machen und wir haben das Beste daraus gemacht.
Nicht das wir mega viel Spaß an Bord hatten, nein, wir haben auch richtig gut gefangen.
Viele Forellen von Ende 34cm bis 46cm konnten wir meist schon ohne sie in den Kescher zu holen, außenbords releasen, denn diese Fische sind teilweise untermaßig und sollen erst einmal wachsen oder besser gesagt, groß und stark werden.
Aber nicht nur Forellen waren an diesen Tagen unterwegs, sondern auch viele Futterfischschwärme, die ich so intensiv noch nicht im flacheren Wasser gesehen habe, sowas kenne ich eigentlich nur vor Rügen oder aus Norwegen.

Aber dennoch kamen diverse Forellen von Ende 40cm bzw. Anfang 50cm hinzu und immer wieder war „Furunkel“ mit im Spiel oder es mussten Köder aus Kupfer sein, denn die liefen auch richtig gut während dieser Tage.
Am vorletzten Tag konnte Horst eine weitere schöne 63cm Trutte landen und was soll ich sagen, natürlich auf „Furunkel“!

An diesem Tag wollte auf der Seite vom Gerd einfach nichts beißen und auf der Seite vom Horst und mir konnten wir am Ende des Tages 9 Forellen verzeichnen. Den Hohn und Spot gegenüber Gerd könnt ihr euch sicher vorstellen. 😉
Am letzten Tag zahlte uns Gerd aber alles heim, denn Rache ist süß bzw. abgerechnet wird zum Schluss oder wie sagt man immer? 😉
Dies war sein Tag, denn sein Setup war einfach fängiger, obwohl wir nicht viel anders gefischt haben.
Aber als Gerd plötzlich auf seine Slidediver-Rute einen Biss bekommt, dachten wir zuerst an einen Lachs, aber das war keiner!

Nein, es war eine stattliche Meerforelle von satten 75cm Länge, die ich mit dem Kescher „einlöffeln“ konnte – Petri Heil, denn so einen Fisch fängt man nicht alle Tage!
 

tight lines

Sven Weide

 

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